Geschichte(n) rund um den Ilsestein
Der Ilsestein, früher wurde der Felsen hoch über der Ilse auch Ilsenstein genannt, ist ein beliebtes Wanderziel ganz in der Nähe von Ilsenburg im Harz.
Mit 474 Metern Höhe über NN erhebt sich der Fels majestätisch über das Ilsetal und man genießt von hier einen herrlichen Blick über die Harzberge zum Brocken oder über Ilsenburg bis weit in das Harzvorland.
"Der Ilsestein ist ein ungeheurer Granitfelsen, der sich lang und keck aus der Tiefe erhebt. Von drei Seiten umschließen ihn die hohen, waldbedeckten Berge, aber die vierte, die Nordseite, ist frei, und hier schaut man in das unten liegende Ilsenburg und die Ilse, weit hinab ins niedere Land. Auf der turmartigen Spitze des Felsens steht ein großes eisernes Kreuz, und zur Not ist da noch Platz für vier Menschenfüße."
Aus Heinrich Heines Harzreise
Auf dem Gipfel befindet sich eine Klippe, auf der Graf Anton zu Stolberg-Wernigerode am 18. Oktober 1814, ein Jahr nach der Schlacht bei Möckern zur Erinnerung an seine in den Freiheitskriegen gefallenen Freunde und Bekannten ein eisernes Kreuz errichten ließ, von wo man einen guten Blick auf das Tal und den naheliegenden Brocken hat.
Am 18.Oktober 1913 wurde im Beisein von Fürst Christian Ernst zu Stolberg-Wernigerode eine zusätzliche Gedenktafel mit der Erläuterung der Entstehungsgeschichte des Eisenkreuzes von 1814 enthüllt.
Am Südhang befinden sich Mauerreste einer um 1007 erbauten und 1107 durch Soldaten des Papstes zerstörten Burg. Sie diente den deutschen Kaisern als Schutzfestung des umliegenden Reichbannforstes und des Klosters Ilsenburg.
Die Sage, die nie um Nachrichten verlegen ist, wenn man sie befragt, weiß auch noch eine andere Geschichte, von der Zerstörung der Burg Ilsestein zu erzählen. ...weiterlesen
Eine alte Sage weiß zu erzählen, dass schon zu einer Zeit, noch ehe je ein menschlicher Fuß das liebliche Tal der Ilse betreten, diese schon als eine gütige Fee in ihrem Reiche, das sich zu beiden Seilen des nach ihr genannten Baches erstreckte, gewaltet hat.







